Freitag, August 19, 2022

„Auf jeden Fall ein ekelhafter Anblick“ – Putin lässt sich von den G7 provozieren

Die jüngsten Witze beim G7-Gipfel über die Nacktfotos von Wladimir Putin kamen beim Kreml-Chef nicht gut an. Hätten sich die G7-Führer bloßgestellt, wäre das ein „ekelhafter Anblick“ gewesen, sagte der russische Präsident am Mittwoch vor Journalisten in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat.

Das Gespräch, das Putin ansprach, fand am Sonntagnachmittag beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern statt. Der britische Premierminister Boris Johnson fragte angesichts der hohen Temperaturen, ob Jacken ausgezogen werden sollten oder nicht, und fügte hinzu: „Wir müssen alle zeigen, dass wir härter sind als Putin.“ Der kanadische Premierminister Justin Trudeau antwortete unter anderem: Reiten mit nacktem Oberkörper, das muss man machen. Er spielte auf ein bekanntes Foto von Putin in einer solchen Pose an.

„Ich weiß nicht, wie sie sich ausziehen wollten, über oder unter der Gürtellinie. Ich denke, es wäre auf jeden Fall ein ekelhafter Anblick gewesen“, wurde Putin von der russischen Nachrichtenagentur Tass zitiert.

Für die Harmonie zwischen Körper und Seele müsse man Sport treiben, nicht zu viel Alkohol trinken und andere schlechte Gewohnheiten aufgeben, forderte Putin die Staats- und Regierungschefs der führenden demokratischen Industrieländer auf. Bis zur russischen Annexion der zur Ukraine gehörenden Halbinsel Krim im Jahr 2014 war Russland Teilnehmer an den erweiterten G-8-Gipfeln.

Ein ehemaliger US-Soldat, der in der Ostukraine gefangen genommen wurde, sagte, er habe während der Kämpfe nicht geschossen. „Ich habe keinen Schuss abgegeben“, sagte der Mann aus Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama in einem von der russischen staatlichen Nachrichtenagentur RIA verbreiteten Videointerview. „Meine Kampferfahrung hier war eine einzige Mission an einem einzigen Tag“, sagte er. Zwei britische Staatsbürger und ein Marokkaner waren in der prorussischen Separatistenregion Donezk zum Tode verurteilt worden. Die russische Seite betrachtet ausländische Kämpfer als Söldner, die nicht durch die Genfer Konvention als Kriegsgefangene geschützt sind.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert die Bundesregierung auf, deutlich mehr Flächen für den Ausbau von Windkraftanlagen bereitzustellen. In der „Bild“-Zeitung (Donnerstag) sprach sich BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae dafür aus, das Flächenziel von bisher zwei Prozent auf bis zu vier Prozent anzuheben. „Damit das Ziel von zwei Prozent tatsächlich erreicht wird, sollte das geplante Flächenziel von zwei Prozent um weitere ein bis zwei Prozentpunkte erhöht werden, um den Verlust an Nutzfläche im Rahmen des Genehmigungsverfahrens frühzeitig zu kompensieren “, sagte Andreae.

Der Verbandschef betonte, dass der BDEW ein verbindliches Flächenziel für die Windenergie begrüße. Dies sei „ein wichtiger Schritt hin zu mehr heimischer Energie und mehr Klimaschutz“, sagte Andreae. Die Bundesregierung hat vereinbart, dass bis 2032 zwei Prozent der Bundesfläche für Windkraftanlagen zur Verfügung stehen sollen.

In den meisten Ländern werden die geplanten Flächenziele weit verfehlt. Nach Angaben der Bundesregierung wurden zuletzt bundesweit 0,8 Prozent der Landesfläche für Windenergie an Land ausgewiesen, tatsächlich stehen aber nur 0,5 Prozent zur Verfügung.

Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj wird die Ukraine die diplomatischen Beziehungen zu Syrien abbrechen. „Es wird keine Beziehungen mehr zwischen der Ukraine und Syrien geben“, sagte Selenskyj am Mittwochabend in einer Videobotschaft auf Telegram. Damaskus hatte zuvor die pro-russischen selbsternannten „Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk in der Ostukraine anerkannt.

Damit war Syrien das erste Land nach Russland, das die beiden Separatistengebiete anerkannte. Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte am 21. Februar an, dass Russland die beiden separatistischen Republiken anerkennen werde. Drei Tage später, am 24. Februar, begann der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Syriens Entscheidung sei eine „unbedeutende Geschichte“, sagte Selenskyj. Er warnte jedoch davor, dass der „Sanktionsdruck“ auf Russlands Verbündeten Damaskus nur zunehmen werde.

2018 erkannte Syrien, wie zuvor Russland, auch die separatistischen Regionen Abchasien und Südossetien in Georgien an. Syrien und Russland sind seit Jahrzehnten Verbündete. Seit 2015 unterstützt Moskau auch den syrischen Machthaber Bashar al-Assad im Bürgerkrieg seines Landes.

Griechenland will 20 F-35 Tarnkappenbomber von den USA kaufen. Der Antrag (Letter of Request) soll nächsten Monat nach Washington geschickt werden, berichtete der Staatsfunk am Mittwoch unter Berufung auf Regierungskreise. Das Programm wird auf rund 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Die ersten Stealth-Jets sollen demnach 2028 ausgeliefert werden.

Griechenland hat bereits drei französische Fregatten und 24 französische Rafale-Jagdbomber bestellt. Die ersten sechs Jets wurden bereits ausgeliefert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Athen sollen in den kommenden Wochen auch französische Korvetten bestellt werden.

Grund für das größte griechische Aufrüstungsprogramm seit Jahrzehnten ist auch das angespannte Verhältnis zum Nato-Partner Türkei. Ankara stellt seit Monaten die Souveränität Griechenlands über griechische Inseln in der Ägäis in Frage.

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