Dienstag, Oktober 4, 2022

Biden erklärt die Corona-Pandemie in den USA für beendet

US-Präsident Joe Biden hat die Corona-Pandemie für beendet erklärt. „Die Pandemie ist vorbei, aber wir haben immer noch ein Problem mit Covid“, sagte Biden in einem am Sonntagabend (Ortszeit) ausgestrahlten TV-Interview. Das Interview wurde am Donnerstag aufgezeichnet – unter anderem, als Biden die Autoshow in Detroit im US-Bundesstaat Michigan besuchte. „Wie Sie sehen, trägt hier niemand eine Maske. Alle scheinen in ziemlich guter Verfassung zu sein. Ich glaube also, dass sich die Situation ändert, und ich denke, dies ist ein perfektes Beispiel dafür.“

Der US-Präsident wurde im Juli positiv auf Corona getestet und mit dem Covid-Medikament Paxlovid behandelt. Ende August erkrankte seine Frau Jill an dem Virus und wurde ebenfalls mit dem Medikament behandelt. In den USA sterben täglich im Sieben-Tage-Durchschnitt rund 390 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. US-Behörden haben kürzlich zwei an die Omicron-Variante angepasste Corona-Impfstoffe zugelassen. Bei den beiden Präparaten handelt es sich um sogenannte bivalente mRNA-Impfstoffe der Firmen Biontech/Pfizer und Moderna.

In Deutschland hingegen hält man noch an Maßnahmen für Herbst und Winter fest. Allerdings hat sich Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) in diesem Herbst und Winter gegen regelmäßige Corona-Tests an Schulen ausgesprochen. „Ich halte Massentests ohne Anlass für nicht sinnvoll – gerade bei Omikron“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag/Online). „Wenn getestet wird, dann gezielt und ursachenspezifisch – also nur, wenn ein Kind entsprechende Symptome zeigt.“

Die Ministerin machte auch deutlich, dass sie Corona-Schutzmasken im Unterricht nicht für notwendig hält, solange die omicron-Variante das Infektionsgeschehen dominiert. Die Maske sei an das harte Kriterium gebunden, dass der Präsenzunterricht gefährdet sei, sagte Stark-Watzinger. Die Länder sollten daher mit diesem Instrument sehr vorsichtig sein. „Ich gehe nicht davon aus, dass es bei der omicron-Variante ein Problem sein muss.“

Der FDP-Politiker bekräftigte: „Beide Kriterien zählen für mich: Das Virus löst schwerere Krankheitsverläufe aus und gefährdet den Präsenzunterricht. Nur dann finde ich die Maske im Unterricht gerechtfertigt.“

Der Bundestag hatte am Donnerstag beschlossen, bis zum kommenden Frühjahr gesetzliche Änderungen beim Corona-Schutz vorzunehmen. Geplant sind einige bundesweite Basisschutzmaßnahmen. Über alle weiteren Schritte entscheiden die Bundesländer je nach Infektionsgeschehen. Ab Oktober kann man in öffentlich zugänglichen Innenräumen wie Restaurants, Behörden, Sporthallen oder Theatern eine Maskenpflicht vorschreiben – muss man aber nicht. Nur wenn eine Überlastung des Gesundheitssystems oder der kritischen Infrastruktur droht, können die Bundesländer strengere Masken- und Testpflichten sowie Abstandsgebote und Einschränkungen für Veranstaltungen vorschreiben.

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