Donnerstag, Mai 19, 2022

Das müssen Sie zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wissen


EINm 15. Mai wird der 18. Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt. Insgesamt sind 13,2 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme an der Urne abzugeben. In Nordrhein-Westfalen wird alle fünf Jahre ein neuer Landtag gewählt.

Hendrik Wüst (CDU) will sein Amt verteidigen, er ist seit dem 27. Oktober 2021 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Wüst hat die Nachfolge von Armin Laschet (CDU) angetreten, der bei der Bundestagswahl 2021 als Kanzlerkandidat angetreten war. Vor der Bundestagswahl hatte Laschet erklärt, er fahre „ohne Rückfahrkarte“ nach Berlin – auch wenn er nicht Bundeskanzler werde. In einer geheimen Abstimmung im Oktober stimmten 103 Abgeordnete für Wüst, bei 90 Gegenstimmen und drei Enthaltungen. Er ist der zwölfte Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und regiert in einer schwarz-gelben Koalition.

Nach dem Rücktritt von Armin Laschet (CDU) übernahm Hendrik Wüst vorübergehend die Geschäfte als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Auf dem Landesparteitag im Oktober vergangenen Jahres wurde Wüst zum Vorsitzenden der nordrhein-westfälischen CDU und zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl gewählt. Kann der bisherige Verkehrsminister über den Mai 2022 hinaus der wichtigste Politiker des Landes bleiben?

Landesparteichef Thomas Kutschaty geht als Konkurrent der SPD ins Rennen. Und er rechnet definitiv mit Chancen. Bei den Grünen wird Landesvorsitzende Mona Neubaur die Partei als Spitzenkandidatin in die Wahl führen. Als Spitzenkandidaten haben die Liberalen den amtierenden stellvertretenden Ministerpräsidenten und Familienminister Joachim Stamp nominiert. Die nordrhein-westfälische AfD zieht mit Markus Wagner als Spitzenkandidaten in die Landtagswahl ein.

Hier stellen wir die Top-Kandidaten vor:

CDU: 30 Prozent

SPD: 28 Prozent

Grüne: 18 Prozent

FDP: 7 Prozent

AfD: 7 Prozent

Links: 3 Prozent

Sonstiges: 7 Prozent

Wahlberechtigt sind deutsche Staatsangehörige, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben, mindestens am 16. Tag vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen gelebt oder sonst ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Bei der Wahl zum nordrhein-westfälischen Landtag hat jeder Wahlberechtigte zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird der Direktkandidat aus dem jeweiligen Wahlkreis gewählt. Die Landesliste einer Partei wird mit der Zweitstimme unterstützt. Das Land ist in 128 Wahlkreise eingeteilt.

Der nordrhein-westfälische Landtag hat mindestens 181 Abgeordnete. Davon werden 128 mit der Erststimme als Direktkandidaten aus den Wahlkreisen, den sogenannten Direktmandaten, gewählt. Der Kandidat mit den meisten Erststimmen gewinnt den Wahlkreis. Demnach reicht eine relative Mehrheit, um direkt in den Landtag einzuziehen.

Mindestens 53 Abgeordnete erhalten über die Landeslisten der Parteien auch Sitze im Parlament. Allerdings können nur Kandidaten, deren Partei mehr als fünf Prozent der gültigen Stimmen erhalten hat, über die Landeslisten in den Landtag einziehen.

Bei der Landtagswahl 2017 war die CDU stärkste Partei, knapp vor der SPD, die unter der damaligen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft große Einbußen hinnehmen musste. Die FDP gewann an Stimmen und wurde zur drittstärksten Partei, mit einigem Abstand gefolgt von der erstmals angetretenen AfD. Die Grünen waren neben der SPD der zweite große Verlierer der Wahl. Die Linke verpasste mit 4,9 Prozent nur um Haaresbreite den Einzug in den Landtag.

Die rot-grüne Koalition wurde abgewählt und verlor ihre parlamentarische Mehrheit. Im Landtag gab es eine knappe Mehrheit von einem Sitz für ein schwarz-gelbes Bündnis. Am 27. Juni 2017 wurde Armin Laschet zum Ministerpräsidenten gewählt.

Am 27. Oktober 2021 wurde Hendrik Wüst als Nachfolger von Laschet zum Ministerpräsidenten gewählt. Die schwarz-gelbe Koalition machte weiter.

SPD: 31,2 Prozent

CDU: 33 Prozent

Grün: 6,4 Prozent

FDP: 12,6 Prozent

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