Dienstag, August 9, 2022

Der Einsatz ausländischer Helfer an Flughäfen soll erleichtert werden

DAls Abhilfe gegen den akuten Personalmangel an deutschen Flughäfen will die Bundesregierung die kurzfristige Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte ermöglichen. „Wir ermöglichen Unternehmen den Einsatz von Hilfskräften aus dem Ausland, insbesondere aus der Türkei“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Mittwoch in Berlin bei einem Auftritt mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). .

Vor allem bei Bodendienstleistern und privaten Sicherheitsunternehmen fehlte es an Fachkräften. Man wolle nun schnell Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse erteilen, sagte Faeser. Heil fügte hinzu, Lohn- und Sozialdumping seien ausgeschlossen. Es wird keine Zeitarbeit geben.

Insgesamt soll dies dazu beitragen, die teilweise chaotische Situation an den Flughäfen zu entschärfen. Denn Personalmangel bei Fluggesellschaften und insbesondere Bodendienstleistern führt zu Warteschlangen, Verspätungen und Flugausfällen. Fluggesellschaften streichen Tausende Flüge in ganz Europa, um das überlastete System zu entlasten. Allein Lufthansa nimmt für den Sommer rund 3.000 Verbindungen an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München aus dem Flugplan. Airline-Chef Carsten Spohr entschuldigte sich bei den Passagieren und räumte ein, dass nach der Pandemiekrise „an der ein oder anderen Stelle übertrieben“ gespart worden sei.

Allerdings dürften viele Helfer frühestens im August zum Einsatz kommen – und damit zu spät für das Feriengeschäft an vielen Flughäfen, sagte Thomas Richter, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands der Bodenabfertigungsdienstleister in der Luftfahrt (ABL), kürzlich ein Reuters-Interview. „Es löst das Problem nicht, aber es hilft auf jeden Fall.“

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