Dienstag, Mai 17, 2022

Der UN-Generalsekretär trifft zuerst Putin und dann Selenskyj


Rund zwei Monate nach der russischen Invasion in der Ukraine wird UN-Generalsekretär António Guterres nächste Woche Russland und die Ukraine besuchen. Nach einem Empfang durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin am Dienstag in Moskau wird Guterres in die Ukraine reisen und dort am Donnerstag Präsident Wolodymyr Selenskyj treffen, wie die Vereinten Nationen am Freitag (Ortszeit) in New York mitteilten.

Geplant sind auch Arbeitstreffen mit den beiden Außenministern Sergej Lawrow und Dmytro Kuleba. Der UN-Chef hatte zuvor um die Treffen gebeten, um im Kampf um einen Waffenstillstand in dem Konflikt zu vermitteln.

Zuvor hatte Guterres Briefe an die UN-Missionen Russlands und der Ukraine geschickt und um ein Treffen mit ihm in den Hauptstädten der Länder gebeten. Es müssen „dringende Schritte“ unternommen werden, um Frieden in der Ukraine herzustellen. Der UN-Chef hat kürzlich zu einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg aufgerufen. Es gab zunächst keine Informationen darüber, ob Guterres nur nach Kiew oder in andere Landesteile reiste.

Die Vereinten Nationen wollten die Initiative des Generalsekretärs zunächst nicht als offiziellen Vermittlungsversuch darstellen. Er folgte jedoch den wachsenden Forderungen des UN-Apparats nach Guterres, eine aktivere Rolle in dem Konflikt zu spielen. Zuletzt hatte ein Schreiben ehemaliger hochrangiger UN-Mitarbeiter den Druck erhöht. Sie forderten Guterres auf, sich stärker für eine politische Lösung einzusetzen und die Daseinsberechtigung der Vereinten Nationen gefährdet zu sehen. Die Reise nach Moskau dürfte eine der wichtigsten in Guterres‘ Zeit als UN-Generalsekretär werden.

Die Vereinten Nationen wollten die Initiative des Generalsekretärs zunächst nicht als offiziellen Vermittlungsversuch darstellen. Er folgte jedoch den wachsenden Forderungen des UN-Apparats nach Guterres, eine aktivere Rolle in dem Konflikt zu spielen. Zuletzt erhöhte ein Schreiben ehemaliger UN-Mitarbeiter den Druck. Sie forderten Guterres auf, sich stärker für eine politische Lösung einzusetzen und die Daseinsberechtigung der Vereinten Nationen gefährdet zu sehen.

Inzwischen haben Russland und die Ukraine laut Moskau langwierige Telefonverhandlungen geführt. Der russische Unterhändler Wladimir Medinski bestätigte auf seinem Telegram-Kanal, dass er am Freitag mehrere längere Telefonate mit dem Chefunterhändler der Ukraine, David Arakhamiya, geführt habe. Über den Inhalt machte er jedoch keine Angaben.

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