Dienstag, Mai 17, 2022

Die SPD hat offenbar versucht, die Tochter von Heinen-Esser auf Instagram auszuspionieren


ichIn der Mallorca-Urlaubsaffäre um die zurückgetretene Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) versuchte die NRW-SPD offenbar, ihre 16-jährige Tochter auszuspionieren. Aus dem Account der parlamentarischen Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, Sarah Philipp, ging am 6. April eine Anfrage an die Studentin zur Aufnahme in ihren Instagram-Kanal. Das zeigt ein Screenshot, der dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt. Drei Minuten später versuchte auch Philips Social-Media-Vertreter, als „Follower“ darauf zuzugreifen, da der Kanal nur für bestätigte Kontakte sichtbar ist.

Offenbar wurde auf diesem Wege versucht, an kompromittierende Fotos von Heinen-Essers Mallorca-Reise zu gelangen. Die CDU-Politikerin traf sich wenige Tage nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 mit anderen Regierungsmitgliedern auf Mallorca, um den Geburtstag ihres Mannes zu feiern. Auch die Tochter von Heinen-Esser war damals dabei.

Bei ihrer Vernehmung durch den Untersuchungsausschuss brach Heinen-Esser (CDU) in Tränen aus. Die Nachfragen bei ihrer Tochter seien ihr „ein Schritt zu viel“ gewesen, „eine Grenze wurde überschritten“, sagte Heinen-Esser am Freitag mit tränenerstickter Stimme.

In einer Stellungnahme bestätigte der SPD-Politiker Philipp den Vorgang, doch ihre Mitarbeiterin für Social Media habe dies ohne ihr Wissen initiiert. Der Abgeordnete entschuldigte sich bei Heinen-Esser und ihrer Tochter. Matthias Kerkhoff, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Bundestagsfraktion, sagte der Zeitung: „Das Ausspähen von Kindern ist inakzeptabel und eine absolute Grenzüberschreitung.“

Der nordrhein-westfälische CDU-Fraktionsvorsitzende Bodo Löttgen hat von der SPD umfassende Informationen zu diesen Experimenten gefordert. Es sei „eine schockierende Brutalisierung der demokratischen Kultur“, sagte er. Der CDU-Politiker forderte den SPD-Oppositionschef Thomas Kutschaty auf, sich „für diesen beispiellosen Eingriff in ihre Privatsphäre offiziell bei der Familie von Frau Heinen-Esser zu entschuldigen“.

Löttgen forderte, der betroffene Mitarbeiter solle gegenüber der Untersuchungskommission für die Flutkatastrophe schriftlich bestätigen, dass er die Untersuchung selbst versucht habe. Außerdem musste Philipp die digitalen Spuren von Experten sichern lassen und von Instagram einen Nachweis verlangen, von welchem ​​Gerät aus ihr Instagram-Account genutzt wurde. Philipp musste außerdem erklären, ob es sich bei dem betreffenden Nutzerkonto um ihr Privatkonto oder um ihr Konto als Parlamentsgeschäftsführer handelte.

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