Dienstag, August 9, 2022

Explosion in Oberhausen – Parteibüro der Linken betroffen

BEine Explosion in der Oberhausener Innenstadt hat am Dienstagabend das Büro der Linkspartei und mehrere Geschäfte schwer beschädigt. Die Detonation ereignete sich gegen 3.20 Uhr auf dem Friedensplatz, sagte eine Polizeisprecherin aus Essen. Niemand wurde verletzt. Da eine politisch motivierte Tat nicht ausgeschlossen werden kann, ist auch der Staatsschutz in die Ermittlungen eingebunden.

Die Beamten aus Essen haben die Leitung der Ermittlungen übernommen. Zahlreiche Einsatzkräfte sind derzeit noch vor Ort und sichern das Gebäude. „Es ist noch unklar, was die Explosion verursacht hat. Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte die Polizeisprecherin. Fest steht, dass sich die Explosion in einem Gebäude ereignet hat. Ob Sprengstoff eine Rolle spielt, ist ebenfalls noch Gegenstand der Ermittlungen. Dann würden auch Sprengstoffexperten hinzugezogen.

Neben dem Büro der Partei Die Linke am Friedensplatz 8 wurden auch ein Friseur und ein Reisebüro durch die Explosion schwer beschädigt. Fenster gingen zu Bruch, Teile der Innenausstattung wurden zerstört. „Der Sachschaden ist erheblich“, sagte die Polizeisprecherin.

Der frühere Abgeordnete Niema Movassat schrieb auf Twitter von einem „Neonazi-Angriff“. Es ist nicht das erste im Büro, aber das schwerste. „Keinen Zentimeter zu den Faschisten!“ er forderte an. Linke Politiker aus anderen Orten solidarisierten sich mit den Betroffenen in Oberhausen.

„Meine Solidarität mit den Kameraden in Oberhausen! Gut, dass niemand zu Schaden gekommen ist #Sprengstoffangriff muss schnellstmöglich aufgeklärt werden“, twitterte Ex-Parteichef Bernd Riexinger. „Neonazis und rechte Netzwerke sind eine große Bedrohung für die Demokratie!“ schrieb Luigi Pantisano, stellvertretender Landessprecher der Partei Die Linke in Baden-Württemberg.

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