Mittwoch, Mai 18, 2022

Frankreich wirft Russland vor, Massengräber in Mali zu inszenieren


DDie französische Armee wirft russischen Söldnern vor, nach der Räumung der Militärbasis Gossi in Mali ein Massengrab inszeniert zu haben, um Frankreich zu diskreditieren. Das französische Militär habe mit einer Drohne gefilmt, wie Söldner kurz nach dem Abzug Leichen zum Stützpunkt Gossi brachten und vergruben, sagte ein Armeesprecher der Deutschen Presse-Agentur.

auf der Videoaufnahmen, das die Armee mit mehreren französischen Medien geteilt hat, zeigt die Söldner, die die Toten filmen und fotografieren. In sozialen Netzwerken tauchten Bilder der Szene mit dem Kommentar auf, dass es sich bei den Toten um Hinterlassenschaften der Franzosen handele, über die man nicht schweigen könne.

Die Militärjunta in Mali hat die Entdeckung eines Massengrabs in der Nähe eines ehemaligen französischen Stützpunkts bestätigt. Die gefundenen Leichen seien in einem fortgeschrittenen Zustand der Verwesung, teilte die PR-Abteilung des malischen Militärs am Samstagabend mit. Eine Patrouille entdeckte die Leichen vergangene Woche unweit der Gossi-Basis im Süden des Landes. Die Umstände werden untersucht.

Die französische Armee spricht von einem Desinformationskrieg, dem sie in der Sahelzone seit langem ausgesetzt ist und den sie hinter mit Russland verbundenen Gruppen vermutet. Nach Übergabe der Basis an Mali am 19. April sei die russische Söldnergruppe Wagner eingezogen, die das Bild- und Filmmaterial vermutlich in den sozialen Netzwerken veröffentlicht habe, sagte der Armeesprecher.

Der Desinformationskrieg könnte auch indirekt mit dem Krieg in der Ukraine in Verbindung stehen. Indem es Zweifel an der Legitimität eines Massengrabes in Mali aufkommen lässt, kann Russland ähnliche Zweifel an seinen eigenen Gräueltaten in der Ukraine aufkommen lassen.

Das Verhältnis zwischen den malischen Militärherrschern in Bamako und der Regierung in Paris ist sehr angespannt. Im Februar kündigten die ehemalige Kolonialmacht und ihre internationalen Partner ein Ende des Anti-Terror-Einsatzes in Mali und einen koordinierten Abzug der Kampftruppen an.

Mali mit rund 20 Millionen Einwohnern hat seit 2012 drei Militärputsche erlebt und gilt als politisch äußerst instabil. Seit dem jüngsten Putsch im Mai wird das Land von einer Übergangs-Militärregierung geführt, die enge Beziehungen zu Russland pflegen soll. Seit Jahren beunruhigen islamistische Terrorgruppen das krisengeschüttelte Land. Auch die Bundeswehr ist im Rahmen von zwei internationalen Einsätzen in Mali aktiv. Allerdings hat die EU kürzlich die praktische Ausbildung von Sicherheitskräften gestoppt. Ende Mai will der Bundestag über die Zukunft der deutschen Mission entscheiden.



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