Freitag, August 12, 2022

Kinderschutzbund unterstützt Selbstbestimmungsrecht

DDer Kinderschutzbund unterstützt die Pläne der Ampelkoalition, das Transsexuellengesetz durch ein Selbstbestimmungsgesetz zu ersetzen. Sein Verband begrüße das Vorhaben der Bundesregierung, eine diskriminierungsfreie Änderung des Geschlechtseintrags durch Selbstauskunft zu ermöglichen, sagte Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. Kinder und Jugendliche sind von der eigenen Unsicherheit über ihr Geschlecht und der Konfrontation mit anderen betroffen.

Das hätte zum Teil drastische Folgen, sagte Hilgers. „Diese Mischsituation kann zu einer hohen psychischen Belastung führen und in manchen Fällen sogar zum Suizid führen.“ Er sprach sich dafür aus, jungen Menschen ab 14 Jahren eine selbstbestimmte Entscheidung über ihr Geschlecht zu ermöglichen. Andererseits rechnet er nicht damit, dass junge Menschen wegen der allgemeinen Verunsicherung künftig vermehrt ihren Geschlechtseintrag anpassen lassen.

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) und Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) wollen am Donnerstag Eckpunkte für ein Selbstbestimmungsgesetz vorstellen. Nach dem Willen der Ampelkoalition soll das Transsexuellengesetz abgeschafft und durch ein solches Gesetz ersetzt werden. Laut Koalitionsvertrag soll es dann möglich sein, den Geschlechtseintrag beim Standesamt per Selbstauskunft zu ändern.

Auch der Deutsche Frauenrat sprach sich für das Recht auf Selbstbestimmung aus. „Wir sind davon überzeugt, dass das Recht auf Selbstbestimmung ein gesamtgesellschaftlicher Gewinn ist, ein Schritt zu mehr Freiheit, Vielfalt und Inklusion“, sagte Vorsitzende Beate von Miquel dem „RedaktionsNetzwerk“.

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