Samstag, August 20, 2022

Kubicki warnt vor „Panik“ und fordert kürzere Quarantänezeiten

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat sich angesichts der Corona-Ausfälle beim Krankenhauspersonal in Schleswig-Holstein für kürzere Quarantänezeiten ausgesprochen. Im Deutschlandfunk sagte der Vizepräsident des Bundestages am Montag, dass die Länder und Gesundheitsbehörden dies in eigener Verantwortung regeln könnten und dass das bis zum 23. September geltende Infektionsschutzgesetz in seiner jetzigen Form diese Möglichkeit einräume. Kubicki sprach sich für mögliche kostenlose Tests mit einem Schnelltest nach nur drei Tagen aus. Wenn die Infizierten andere nicht mehr anstecken, könnten sie auch zu ihrem Dienst zurückkehren.

„Wir werden das jedenfalls nicht regeln, indem wir alle Beschäftigten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen kasernieren“, fügte er hinzu.

Mit Blick auf den Herbst schloss der FDP-Politiker Regelungen im Infektionsschutzgesetz aus, die Ausgangssperren, „einen bundesweiten Lockdown“, „sektorspezifische Schließungen“ oder Schulschließungen erlauben. „Über alles andere reden wir“, sagte Kubicki, der sich nach eigenen Angaben für Test- und Maskenpflicht in Kliniken, Alten- und Pflegeeinrichtungen ausspricht. Er kündigte zudem eine „Staatsklausel“ an, damit Entscheidungen über Corona-Maßnahmen nicht von Ministerpräsidentenkonferenzen, sondern nur unter Beteiligung der Landtage getroffen werden können.

„Ich warne davor, jetzt wieder Panik zu verbreiten. Ich denke, dass wir das Problem im Sommer besser lösen können, als es sich Karl Lauterbach oder andere derzeit vorstellen“, sagte Kubicki. Auch die Angst vor einer bevorstehenden Herbstwelle teilt er nicht. „Ich denke, wenn wir eine Sommerwelle haben, wird die Herbstwelle definitiv abflachen, weil sonst die ganze Impfkampagne, all unsere Vorsorgemaßnahmen insgesamt keinen Sinn machen würden.“

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