Dienstag, Oktober 4, 2022

Mächtiger Taifun Nanmadol trifft Südjapan, Evakuierungen laufen


Ein mächtiger Taifun schlug am Sonntag in Südjapan ein, als er die Region mit starken Winden und heftigem Regen heimsuchte, Stromausfälle verursachte, den Boden- und Luftverkehr lahmlegte und die Evakuierung von Tausenden von Menschen veranlasste.

Die Japan Meteorological Agency sagte, der Taifun Nanmadol sei auf dem Weg nach Norden, nachdem er in der Stadt Kagoshima auf der Hauptinsel Kyushu im Süden Japans gelandet war. Es hatte maximale Windgeschwindigkeiten von 162 Stundenkilometern und wird voraussichtlich am Dienstag Tokio erreichen.

Die Wetteragentur sagte bis Montagabend bis zu 50 Zentimeter Regen voraus und warnte vor Überschwemmungen und Erdrutschen. Es warnte auch die Bewohner in den betroffenen Gebieten vor „beispiellosen“ starken Winden und Wellen und forderte sie auf, frühzeitig zu evakuieren.

In Kagoshima waren Sturm- und Wellenwarnungen in Kraft, wo die Bewohner aufgefordert wurden, in Stallgebäuden im zweiten Stock oder höher zu bleiben, wenn dies als sicherere Option angesehen wird, als in Evakuierungszentren zu gehen.

Mehr als 12.000 Menschen flüchteten in Evakuierungszentren. In der benachbarten Präfektur Miyazaki haben rund 8.000 Menschen ihre Häuser verlassen.

Mehrere Menschen seien verletzt worden, teilten die örtlichen Behörden mit. In der Stadt Kushima in Miyazaki wurde eine Frau durch Glassplitter leicht verletzt, als Winde die Fenster einer Turnhalle zerschmetterten. Der nationale Sender NHK sagte, 15 Menschen seien verletzt worden, unter Berufung auf seine eigene Bilanz.

Stromausfälle breiteten sich über die Region Kyushu aus, als der Taifun auf seinem Weg nach Norden weitere Stromleitungen und Einrichtungen beschädigte. Laut Kyushu Electric Power Co. waren am Sonntagabend 216.450 Haushalte ohne Strom.

Das im NHK-Fernsehen gezeigte Filmmaterial zeigte einen Pachinko-Flippersalon, dessen Glaswand von der Böe in der Stadt Kanoya in Kagoshima zerschmettert wurde. An einem anderen Ort in der Präfektur erlitt eine ältere Frau nach einem Sturz leichte Verletzungen, sagte NHK.

Laut Japan Airlines und All Nippon Airways wurden Hunderte von Inlandsflügen gestrichen und weitere werden voraussichtlich bis Dienstag in Westjapan am Boden bleiben, da der Taifun nach Nordosten fegte.

Der öffentliche Verkehr, einschließlich Züge und Busse in vielen Teilen der Insel Kyushu, wurde den ganzen Sonntag über eingestellt. Die Bahnbetreiber sagten, Hochgeschwindigkeitszüge auf der Insel Kyushu seien ebenfalls eingestellt worden, und in größeren Teilen des Südwestens seien am Montag weitere Haltestellen zu erwarten.

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