Dienstag, August 16, 2022

Olaf Scholz über seine CO2-Bilanz und Corona-Lockdowns

BUndescancer Olaf Scholz hat ein Tempolimit zur Bewältigung der Energie- und Klimakrise ausgeschlossen. „Darauf hat sich diese Regierung nicht geeinigt und deshalb wird sie auch nicht kommen“, sagte der SPD-Politiker am Sonntag in einem Bürgerfrageformat vor dem Sommerinterview des ARD „Bericht aus Berlin“.

Auf die Frage nach möglichen persönlichen Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel sagte die Kanzlerin: „Das ist eine Frage, die mir immer ein bisschen unangenehm ist.“ Natürlich könnte er sagen, dass er darauf geachtet hat, dass sein Stromanbieter ihn mit CO2-neutralem Strom versorgt. Aber die Wahrheit für ihn als Kanzler ist, dass seine CO2-Bilanz „schrecklich“ ist.

Scholz verwies unter anderem auf Flüge in aller Welt mit Regierungsflugzeugen und den Gipfelmarathon der vergangenen Tage. „Und ich finde, man sollte nicht um den heißen Brei herumreden und so tun, als wäre man wirklich jemand, der in Sachen CO2-Ausstoß sehr vorbildlich ist.“

Corona war damals das Thema des ARD-Sommerinterviews. Für den kommenden Herbst und Winter rechnet Scholz nicht mit so drastischen Corona-Maßnahmen wie in den letzten beiden Jahren. „Es sollte keine Schulschließungen mehr geben, und ich glaube nicht, dass wir einen Lockdown wie in den letzten Jahren brauchen.“ Mittlerweile sei die Situation „ganz anders“, sagte Scholz und verwies auf eine Durchimpfungsrate von 76 Prozent (Grundimmunisierung) in Deutschland.

Die Kanzlerin kann sich aber vorstellen, dass im Herbst und Winter Test- und Maskenpflicht wieder eine größere Rolle im Kampf gegen Corona spielen werden. „Es muss diskutiert werden, ob die Tests wieder zum Einsatz kommen“, sagte er. Und zur Maskenpflicht sagte er: „Ich denke, man muss davon ausgehen, dass die Maske im Herbst und Winter eine größere Rolle spielen wird als jetzt.“

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