Sonntag, Januar 16, 2022

Wenn Russland den Hahn zudreht, prüfen die USA Notfallpläne für die Gaslieferungen nach Europa

Die Geheimdienste befürchten einen russischen Angriff auf die Ukraine. Gaslieferungen sind Hebel, viele EU-Staaten hängen von Moskau ab. Die USA haben nun mit Energiekonzernen über Alternativen diskutiert.

Insider sagen, die US-Regierung habe Notfallpläne für Gaslieferungen nach Europa mit Energieunternehmen im Streit zwischen der Ukraine und Russland geprüft. Laut Industrie- und Regierungskreisen haben Beamte des Außenministeriums mit den Unternehmen Kapazitäten für höhere Liefermengen im Falle einer Unterbrechung der russischen Gaslieferungen besprochen. Auch eine Verschiebung von Wartungsarbeiten wurde erwähnt, um die Gasproduktion auf hohem Niveau zu halten.

Ein Verlust großer Mengen aus Russland sei nur schwer zu ersetzen, hatten die Unternehmen mit Verweis auf die weltweit knappen Gasvorräte erklärt. Welche Firmen angesprochen wurden, war zunächst nicht bekannt. Die Europäische Union (EU) bezieht rund ein Drittel ihres Gasbedarfs aus Russland. US-Sanktionen gegen Russland könnten Lieferungen beeinträchtigen.

Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der Vereinigten Staaten lehnte es ab, sich zu den Gesprächen zu äußern. Er bestätigte jedoch, dass eine Notfallplanung im Gange sei. Es ist üblich, die Auswirkungen möglicher Schritte zu untersuchen. Dies zeigt die Entschlossenheit der Vereinigten Staaten, entschlossen zu handeln.

Russland hat rund 100.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen. Der Westen fürchtet eine Invasion, die Moskauer Regierung bestreitet solche Pläne. Stattdessen ist Russland mit Sicherheitsgarantien beschäftigt.

Präsident Wladimir Putin fordert von der Nato unter anderem eine Zusage, dass die Ukraine nicht in das transatlantische Militärbündnis aufgenommen wird. Dem widerspricht die Allianz kategorisch. Mehrere Gesprächsrunden in der vergangenen Woche blieben erfolglos. Im Rahmen der diplomatischen Bemühungen zur Lösung der Krise wird Bundesaußenministerin Annalena Baerbock am Montag zu Gesprächen in die Ukraine und am Dienstag nach Russland reisen.

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