Donnerstag, September 29, 2022

Als Reus verletzt war, hat sich die schlimme Befürchtung wohl bewahrheitet

DDas große Zittern um Marco Reus beginnt. Wie schlimm ist seine Verletzung, wird er wieder ein großes Turnier verpassen? Klar scheint: Bundestrainer Hansi Flick muss für die WM-Generalprobe kommende Woche in der Nations League gegen Ungarn am 23. September in Leipzig und drei Tage später in London gegen England ohne den 33 Jahre alten Offensivspieler planen. „Am Knöchel sah es auf den ersten Blick nicht gut aus“, sagte BVB-Abwehrchef Mats Hummels.

Im Revierderby gegen Schalke 04 (1:0) in der 28. Minute landete Dortmunds Spielmacher bei einem harmlosen Zweikampf gegen Florian Flick mit dem rechten Fuß auf der Wade der Schalker, knickte dabei um und stürzte zu Boden.

In seinem 250. Bundesligaspiel für die Borussia musste er minutenlang behandelt und auf einer Trage vom Platz geholt werden. Reus hielt sich immer wieder die Hände vors schmerzerfüllte Gesicht. Als er davongetragen wurde, skandierten die Schalker Fans sarkastisch „Auf Wiedersehen“. Mit einem Pfeifkonzert reagierten die BVB-Anhänger auf die Geschmacklosigkeit der Gästefans.

Vor Beginn der zweiten Hälfte, um 16.28 Uhr, wurde Reus mit einem stark bandagierten Knöchel aus dem Stadion gefahren und musste von einem Mitglied des medizinischen Teams gestützt werden.

Dortmunds Trainer Edin Terzic sagte: „Er hatte große Schmerzen. Es sieht so aus, als wären die Bänder im Fuß verletzt. Wir wissen noch nicht, wie lange er ausfallen wird. Wir brauchen noch ein paar Tests.“ Bänderverletzungen haben oft eine Zwangspause von sechs bis acht Wochen zur Folge, aber Terzic sagte, dass es „wahrscheinlich nicht so lange dauern wird. Er hatte sich schon einmal am Knöchel verletzt. Es ist sehr enttäuschend, sehr bitter.“

Ausgerechnet Reus. Ausgerechnet in Bestform. Und das kurz vor der WM. Nach knapp einem Jahr Abstinenz wurde der 48-malige Nationalspieler von Bundestrainer Hansi Flick zurück in den DFB-Kader berufen. Nachdem er bereits 2014 den WM-Titel und die EM 2016 verletzungsbedingt verpasst hatte, ist seine letzte große Turnierchance nun zumindest akut gefährdet. Unter BVB-Trainer Edin Terzic kam Reus pünktlich zur Winter-WM in Katar (20. November bis 18. Dezember) mit Topwerten wieder in Topform.

„Ihm widme ich mein Tor“, sagte Dortmunds Siegtorschütze Youssoufa Moukoko, der in der 79. Minute eine Hereingabe von Marius Wolf per Kopf einköpfte. „Ich hoffe, er ist nicht so schlimm verletzt. Er ist unser Kapitän. Wenn er auf dem Platz steht, fühlt man sich einfach sicher“, sagte der 17-jährige BVB-Stürmer.

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