Samstag, August 20, 2022

Der FC Bayern findet seinen neuen Abwehrchef bei Juventus

WIst Matthijs de Ligt der neue Chef in der Bayern-Abwehr? Medienberichten zufolge wollen die Münchner den niederländischen Nationalspieler von Juventus Turin für die kommende Saison verpflichten. Nach dem Transfer von Stürmerstar Sadio Mané vom FC Liverpool könnte es der nächste Coup des deutschen Rekordmeisters werden.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Trainer Julian Nagelsmann sollen laut TV-Sender Sky bereits Kontakt mit dem 22-Jährigen aufgenommen haben. Nach Informationen von „Bild“ und „Sport Bild“ soll der Verteidiger sogar seinen Wechselwunsch nach München bei Juve hinterlegt haben. Die Clubs und de Ligt selbst haben sich noch nicht öffentlich geäußert.

Der Verteidiger war im Sommer 2019 von Ajax Amsterdam nach Italien gewechselt. De Ligt hat in Turin noch einen Vertrag bis Sommer 2024. Medienberichten zufolge hat er eine Ausstiegsklausel in Höhe von 120 Millionen Euro. Eine Summe, die für den FC Bayern auch wegen der finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht infrage kommt.

Mit 80 Millionen Euro ist Verteidiger Lucas Hernandez der teuerste Einkauf der Bayern in der Geschichte. Sollten die Bayern für einen Verteidiger wieder tief in die Tasche greifen, wäre das erstaunlich, nachdem sie gerade Nationalspieler Niklas Süle ablösefrei nach Dortmund wechseln ließen.

In England sollen derweil der FC Chelsea und Trainer Thomas Tuchel Interesse an de Ligt haben. Die Londoner verloren in diesem Sommer mit Antonio Rüdiger (Real Madrid) und Andreas Christensen (FC Barcelona) zwei Verteidiger. Tuchels Klub soll angeblich auf den Zuschlag für den de Ligt-Vertrag über rund 75 Millionen Euro hoffen.

Seit David Alaba Real Madrid im vergangenen Jahr ablösefrei verlassen hat, fehlt den Münchnern ein Chef in der Abwehr, der auch seine Nachbarn anführt. Dayot Upamecano, für 42,5 Millionen Euro von RB Leipzig verpflichtet, war in seiner ersten Bayern-Saison zu labil. Hernandez, der auch als Linksverteidiger spielt, ist nicht der Kommandant in der Abwehr. Es war auch nicht Sule. Der bisherige Rechtsverteidiger Benjamin Pavard sieht sich in der Innenverteidigung besser aufgehoben.

De Ligt wäre ein Anführer. Bereits mit 18 Jahren war er Kapitän von Ajax und aus dem Amsterdam-Revival-Kader, der in der Saison 2018/19 im Halbfinale der Champions League gegen Tottenham Hotspur verlor, nicht mehr wegzudenken. Auch Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui, seit diesem Sommer Bayern-Profi, war damals Teil dieser großartigen jungen Mannschaft.

Damals machten die Münchner direkt Bekanntschaft mit de Ligt. In der Gruppenphase kamen die Bayern, noch unter Niko Kovac, nicht über zwei Unentschieden (1:1, 3:3) gegen Ajax hinaus. Was könnte de Ligt in Nagelsmanns Team einbringen? Übersicht in der Spieleröffnung, Gelassenheit am Ball, robuste Defensivarbeit – und natürlich Führungsqualität.

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