Dienstag, August 9, 2022

Die Golf-Elite ist zurück in Deutschland

NNach sechs Jahren Abstinenz findet in Deutschland ein großes internationales Damen-Golfturnier statt. Von Donnerstag bis Sonntag spielen die Spielerinnen der Ladies European Tour auf dem schwierigen Südplatz des Golf- und Landclubs Seddiner See südlich von Berlin. Das Teilnehmerfeld des mit 300.000 Euro dotierten Amundi German Masters kann sich sehen lassen.

Unter den Top-Deutschen am Start sind unter anderem Olivia Cowan, Isabell Gabsa, Karolin Lampert und Esther Henseleit. Letzterer reist aus den USA an, wo der 23-Jährige auf der American LPGA Tour spielt. In der vergangenen Saison kassierte sie gut 435.000 Dollar Preisgeld. Obwohl die LPGA deutlich lukrativer ist, stand für Hamburgs Sportlerin des Jahres 2019 außer Frage, ob sie nach Seddin reisen würde.

„Ich kann es kaum erwarten, dass endlich wieder ein Profi-Frauenturnier in Deutschland stattfindet“, sagt Henseleit, zumal es ihre erste Profi-Veranstaltung in ihrer Heimat sein wird: „Ich hoffe, dass viele Golffans dabei sein werden und denke schon schön, dass Frauengolf dadurch mehr Aufmerksamkeit bekommt.“

Bei den internationalen Startern dürfte vor allem Linn Grant im Fokus stehen, die vor wenigen Wochen Golfgeschichte geschrieben hat und derzeit der aufstrebende Stern im europäischen Damengolf ist.

Seit 2020 gibt es ein Mixed-Turnier im Kalender der European Men’s Tour, bei dem sowohl Männer als auch Frauen starten. In ihrer Heimat Schweden war Grant die erste Dame, die diesen sakandinavischen Mix gewann. Und das mit einer beeindruckenden Leistung. Grant, die erst im vergangenen August auf die Professional Tour gewechselt war und seitdem fünf Turniere gewonnen hat, lag am Ende neun Schläge vor ihrem Landsmann, dem European Ryder Cup-Kapitän Hendrik Stenson. Die Belohnung: ein Siegesscheck über 320.000 Dollar.

„Ich hoffe wirklich auf mehr Anerkennung und mehr Sponsoren für die Golfprofis“, sagte Grant hinterher, obwohl er auch kritisch war. Auf dem Golfplatz in Schweden gab es kein wirkliches Miteinander: „Ich hatte die ganze Woche das Gefühl, dass die Frauen gegen die Männer spielen.“

Seddin ist jetzt wieder nur gegen Frauen. Und der Sieg sollte wohl nur zu Grant führen. Der 22-Jährige ist derzeit klarer Spitzenreiter im Jahresranking der Europatour. Alle vier Turnierrunden werden live auf Sky und golf.de übertragen.

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