Samstag, August 20, 2022

Die halbautomatische Abseits-Technik kommt zur WM

DWas Pierluigi Collina, der Chefschiedsrichter des Weltfußballverbandes Fifa, am Freitagmorgen in einem digitalen Medieninterview mitteilte, sieht für die WM in Katar eine Neuerung vor: Mit halbautomatischer Abseits-Technik will die Fifa halbautomatisches Abseits nutzen Technologie beim Turnier, das am 21. November beginnt Machen Sie Video-Schiedsrichterentscheidungen schneller und zuverlässiger.

„Wir sind bereit, es zu nutzen. Wir sind mit den Testergebnissen zufrieden, wir arbeiten weiter“, sagte Collina über die neue Technologie. „Wir wollen genaue Entscheidungen.“ Das System wird in allen 64 Turnierspielen zum Einsatz kommen.

Die neue Messtechnik für Abseitsentscheidungen wurde zuletzt beim Arab Cup und der Klub-WM im Februar getestet. Ein 500-Hertz-Signal im Ball und ein Dutzend Kameras, die die Bewegungen des Spielers über Datenpunkte aufzeichnen, werden verwendet, um die Position von Spielern, die möglicherweise im Abseits stehen, noch genauer als bisher zu erfassen. Die Daten werden von einem Videoassistenten geprüft und sofort an den Schiedsrichter auf dem Platz weitergeleitet.

Neben genaueren Messungen erhoffen sie sich laut Collina auch eine Zeitersparnis. Bisher dauerten Abseitskontrollen rund 70 Sekunden, mit dem neuen System kann man sie auf rund 25 Sekunden reduzieren. Die Fans im Stadion sollen über Videoleinwände über die Entscheidungen informiert werden. „Die Fifa will weiterhin Technologie fördern, um den Fußball auf allen Ebenen zu verbessern“, sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino in einer Erklärung.

Collina widersprach erneut dem Vorwurf, die Technik würde die Schiedsrichter durch Roboter ersetzen. „Ich weiß, dass einige von einem Abseitsroboter sprechen, was falsch ist, denn letztendlich entscheiden immer noch der Schiedsrichter und die Schiedsrichterassistenten“, sagte der frühere Top-Schiedsrichter.

Ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht. Aber: „Der Schiedsrichter bleibt der letzte Entscheidungsträger“, sagte Collina. Die Einführung des Videoschiedsrichters ist eine Erfolgsgeschichte. „Das Spiel ist sauberer, es gibt kein Zerren mehr in Standardsituationen“, sagt Collina – und Schwalben und Simulation sind komplett verschwunden.

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