Freitag, August 12, 2022

Die Steuergelder für die Stadionsanierung hat der HSV bereits aufgefressen

DDie Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2024 im Hamburger Volkspark drohen für den Zweitligisten und Stadionbesitzer HSV zu einem finanziellen Desaster zu werden. Das wurde nach einer Anhörung von HSV-Vorstand Thomas Wüstefeld am Montag im Sportausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft deutlich. „Aus wirtschaftlicher Sicht ist die EM ein Negativgeschäft für den HSV“, zitierte das „Hambuger Abendblatt“ den Funktionär.

Insgesamt sollen im Stadion fünf EM-Spiele stattfinden, darunter ein Viertelfinale. Dafür sind umfangreiche Renovierungsarbeiten erforderlich, die teilweise von der UEFA vorgeschrieben, aber noch nicht vertraglich fixiert sind. Aber auch generell besteht Handlungsbedarf. „Der Volkspark ist in die Jahre gekommen“, sagte Wüstefeld. Die Liste umfasst die Flutlichtanlage, die Dachhaut, Rollstuhlplätze und die sanitären Anlagen.

Wie teuer die Sache wird, konnte Wüstefeld nicht sagen: „Ich kann keine konkrete Zahl nennen.“ Schätzungen gehen von einem zweistelligen Millionenbetrag aus. Fakt ist: Von den 23,5 Millionen Euro, die der HSV von der Stadt für den Verkauf der Stadionimmobilie erhalten hat, ist nichts mehr übrig. „Das Geld, das im Juli 2021 überwiesen wurde, steht in dieser Form nicht mehr zur Verfügung, weil die Kollegen vor mir es für den Geschäftsbetrieb ausgegeben haben“, wurde Wüstefeld zitiert, die sich auch gemeinsam mit dem ehemaligen Finanzvorstand Frank Wettstein verantwortete. Und von der Stadt kann der Klub keine Hilfe erwarten. „Da gibt es keinen Cent oben drauf“, sagte Sportlandesrat Christoph Holstein kürzlich.

Nach Informationen von WELT sprachen auch die Hamburger Regierungsfraktionen von SPD und Grünen bei den Haushaltsberatungen für den anstehenden Doppelhaushalt über diesen Fall, damals war von einer Summe von vier Millionen Euro die Rede, mit der die Mindestanforderungen von 1999 bis 1999 erreicht wurden UEFA konnte erfüllt werden. Berichten zufolge gab es Unzufriedenheit darüber, dass das Geld der Stadt aus dem Grundstücksgeschäft „verschwendet“ worden war.

Ende Juni traf sich Wüstefeld dann mit Vertretern der EURO 2024 GmbH, um über die Sanierungsmaßnahmen zu sprechen. „Die UEFA EURO 2024 wird auf jeden Fall in Hamburg stattfinden“, hieß es damals in einer gemeinsamen Erklärung. Der „konstruktive Austausch“ soll in nächster Zeit fortgesetzt werden. Wüstefeld, dessen Vertrag Anfang nächsten Jahres ausläuft, soll den Sportausschuss in drei Monaten wieder über die aktuelle Lage informieren.

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