Freitag, Januar 21, 2022

"Er hat nichts Verbotenes getan" Becker schützt Djokovic

Der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker hat sich erneut zur Debatte um Novak Djokovic geäußert. Er beschützt ihn, macht ihm aber auch klar, dass er am Ende allein für die Verwirrung verantwortlich ist.

Boris Becker bat erneut um Verständnis für seinen ehemaligen Schützling Novak Djokovic, schlug dem Tennis-Weltranglistenersten aber auch eine Impfung gegen das Coronavirus vor. In einem am Freitagabend veröffentlichten Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zeigte sich der dreimalige Wimbledonsieger nicht überrascht, dass die australischen Behörden dem Serben erneut das Visum entzogen hatten. Becker nannte die Entscheidung von Einwanderungsminister Alex Hawke vier Tage nach einem Gerichtsverlust ein „starkes Comeback“.

Der Abgang von Titelverteidiger Djokovic zu den Australian Open ab Montag ist fraglich, ein Bundesgericht in Melbourne wird sich an diesem Wochenende mit der Berufung des 34-Jährigen befassen. Becker, ehemaliger Trainer des 20-fachen Grand-Slam-Siegers, wies gegenüber den Behörden darauf hin: „Ich bin niemand, der mit dem Finger auf Leute zeigt, aber sie sind nicht ganz unschuldig an der Katastrophe von Novak Djokovic. Aber die Rechnung muss genommen werden.“ es wird sich bezahlt machen.

Wer sich nicht impfen lasse, werde nicht automatisch zum schlechten Menschen, sagt Becker, der selbst dreimal geimpft wurde. „Es gibt viele Menschen, die Novaks Standpunkt teilen, auf ihr starkes Immunsystem vertrauen und vielleicht auch eine andere Sicht auf die Welt haben. Als demokratische Gesellschaft sollten wir auch diese anderen Meinungen zulassen“, sagte Becker.

Der 54-Jährige betonte, dass eine Ansteckung immer möglich sei. „Inzwischen haben wir gelernt, dass man sich trotz dreier Impfungen auch anstecken und die Krankheit übertragen kann. Das ist das Teuflische: Es gibt keine bessere Lösung, nur eine Übergangslösung. Novak hat eine andere Entscheidung getroffen als ich und von die Mehrheit der Menschen. Aber er hat nichts Verbotenes getan“, sagte er.

Allerdings riet Becker auch: „Wenn er sich weiter auf den Tennissport konzentrieren will, muss er umstellen.“ Deshalb wäre mein Rat: ‚Novak, schau mal, dass es dir leichter fällt, wenn du geimpft bist Ich weiß nicht, ob er das tun wird“, sagte Becker. Leichter wird es für Djokovic nicht, denn auch Roland-Garros und Wimbledon sollen die Situation in Australien genau unter die Lupe nehmen. Er glaube aber nicht, dass Djokovic seine Karriere wegen Corona und seiner Einstellung ihm gegenüber vorzeitig beendet.

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