Dienstag, Oktober 4, 2022

„Ich komme zu einem Verein, der für eine klare Fußballphilosophie steht“

Max Eberl kehrt nach seinem freiwilligen Abschied in die Bundesliga zurück und wird Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig. Der Pokalsieger war sich nach langem Pokerspiel mit Borussia Mönchengladbach einig. Laut einer RB-Mitteilung vom Montag wird Eberl Mitglied der Geschäftsführung. Formell stand ein Leipziger Sportvorstand noch nie so weit oben im Bundesliga-Gefüge des Klubs. Allerdings wird er sein Amt erst am 15. Dezember antreten. Eine Vertragslaufzeit wurde nicht genannt.

„Ich bin dankbar für die Zeit, die ich brauchte, um mich zu erholen, und fühle mich bereit und voller Energie, wieder im Fußball arbeiten zu wollen. Ich komme zu einem Verein, der sich in den letzten Jahren rasant entwickelt hat, sehr ambitioniert ist und eine klare Linie hat.“ Fußballphilosophie“, sagte Eberl. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff freute sich, die vakante Stelle „mit unserem absoluten Wunschkandidaten“ besetzen zu können.

Leipzig zahlte für Eberls Verpflichtung eine Ablöse an seinen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach. Das sollen Berichten zufolge 2,5 Millionen Euro plus Prämien sein. Eberl trat Ende Januar aus gesundheitlichen Gründen als Sportdirektor der Borussia zurück. Sein bis 2026 laufender Vertrag wurde jedoch nicht gekündigt, sondern lediglich ausgesetzt. Der 48-Jährige war weiterhin bei Gladbach angestellt, erhielt aber kein Gehalt.

In Leipzig schließt der Ex-Profi eine seit mehr als einem Jahr bestehende Lücke und beendete gleichzeitig ein an Slapstick erinnerndes Theater um die Leipziger Sportdirektor-Suche. Mintzlaff hatte wiederholt einen Nachfolger für Ex-Sportdirektor Markus Krösche angekündigt und konnte das selbst gesteckte Zeitfenster nicht einhalten. Der Ex-Sportler hatte eine 1A-Plus-Lösung versprochen, einen Mann, der die Bundesliga bereichern würde. Der Klub hatte sich bereits im Sommer auf einen Kandidaten geeinigt, diesen aber wegen einer kurzfristig verfügbaren Alternative abgesagt.

Diese Alternative war Eberl, mit dem es nach dem Pokalfinale den ersten ernsthaften Kontakt gab. Über 13 Jahre hatte Eberl in Mönchengladbach das sportliche Sagen. In dieser Zeit gelang es Gladbach, sich als Stammteilnehmer im Europapokal zu etablieren. Eberls Ambitionen, in der Meisterschaft ein ernstzunehmender Herausforderer des FC Bayern München zu werden, ließen sich jedoch nicht mit den Rahmenbedingungen in Gladbach vereinbaren. Immer wieder verließen Leistungsträger den Verein.

In Leipzig trifft er nun auf Trainer Marco Rose, mit dem er zwei Jahre in Gladbach zusammengearbeitet hat. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten von Leipzig sind deutlich größer als bei Borussia. Allerdings scheiterte RB am Saisonstart. In der Bundesliga steckt die Mannschaft tief im Mittelfeld fest, in der Champions League verlor man die ersten beiden Gruppenspiele.

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