Donnerstag, Mai 19, 2022

Klopp erinnert sich wehmütig an Dortmunder Zeiten


vVor seinem ersten Finale im FA Cup hat Liverpools Trainer Jürgen Klopp die Bedeutung des wichtigsten englischen Pokalwettbewerbs anerkannt. „Das ist ein besonderes Spiel, ein Riesenspiel“, sagte der deutsche Fußballtrainer am Freitag. „Für einige von uns ist es das wichtigste Spiel unserer Karriere. Wir wollen es genießen und abliefern.“

Klopps Team trifft an diesem Samstag im Londoner Wembley-Stadion auf Ligakonkurrent FC Chelsea mit Bundestrainer Thomas Tuchel und den DFB-Spielern Kai Havertz, Timo Werner und Antonio Rüdiger. DAZN überträgt ab 17 Uhr live

Chelsea sei eine hervorragende Mannschaft, sagte Klopp. „Sie haben in allen Bereichen eine Spielidee.“ Die Londoner seien defensiv gut organisiert und hätten viele starke Spieler in der Offensive, sagte der ehemalige Bundesliga-Trainer. Ob mit zwei Stürmern oder mit einem Angreifer und zwei offensiven Mittelfeldspielern, ob mit zwei oder drei Mann im Mittelfeld – alles ist möglich. „Die Vorbereitung darauf wird sehr spannend“, sagte Klopp, der ohne den verletzten Mittelfeldstar Fabinho auskommen muss.

Der 54-Jährige gab zu, dass er nie davon geträumt hat, ein FA-Cup-Finale zu erreichen. Auch daran, Deutscher Meister zu werden oder in der Champions League zu spielen, habe er nie gedacht. Der FA Cup sei der wichtigste Pokalwettbewerb, betonte Klopp. Er hat die letzten 30 Endspiele nicht gesehen. „Aber das ist nicht wichtig zu wissen, wie wichtig es ist.“

Klopp bedauerte, dass sein Team im Falle eines Sieges nicht mit den Fans feiern könne. Wehmütig erinnerte er sich an das Spitzenspiel 2012, als er mit dem BVB als frischgebackener Meister den FC Bayern München im Pokalfinale mit 5:2 besiegte. Damals gab es eine Parade. In England findet das Finale allerdings nicht wie in Deutschland während der Saison statt.

„Hier spielen wir gegen Southampton statt auf eine mögliche Parade“, stritt Klopp. Liverpool trifft am Dienstag in der Premier League auf Southampton FC. Mit einem Sieg könnte der Tabellenzweite die Chance wahren, Tabellenführer Manchester City zu überholen.

In der Debatte um die Verteilungs- und Preispolitik für Tickets zum Champions-League-Finale ruderte Klopp zurück. Uefa-Präsident Aleksandar Ceferin habe ihm eine Nachricht geschickt und die Umstände erklärt, sagte Klopp. Offenbar wusste er zu wenig über die Hintergründe. Zur Reform der Champions League wollte sich der Coach nicht äußern. Er hatte noch keine Zeit, sich die Details anzusehen. Gleichzeitig betonte Klopp: „Mehr Spiele sind immer eine schlechte Idee.“

Allerdings kritisierte der Coach die Nations League hart. „Das ist eine der lächerlichsten Entscheidungen im Fußball“, sagte Klopp. Die Spieler haben bereits 60 bis 70 Spiele in der Liga und diverse Pokalwettbewerbe plus Länderspiele auf dem Buckel und müssen dann in der Nations League spielen. „Mir wäre lieber, wenn die Uefa mehr Geld aus dem Champions-League-Finale bekommt und im Gegenzug die Nations League absagt“, sagte er.

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