Dienstag, August 16, 2022

„Leider habe ich es vermasselt“ – Frodeno gibt mit gequältem Gesicht auf

DDeutschlands Top-Triathlet Jan Frodeno verließ den Langstreckenklassiker im fränkischen Roth als Führender im finalen Marathon. Der dreimalige Ironman-Weltmeister, der nach einer Achillessehnenverletzung sein Comeback in Mittelfranken feierte, gab am Sonntag nach wenigen Kilometern mit schmerzendem Gesicht auf. „Leider habe ich es vermasselt“, sagte Frodeno, als er sein Team abklatschte.

„Alles war in Ordnung, aber die Schmerzen waren zu groß“, sagte der 40-Jährige im „Bayerischen Rundfunk“. Schon beim Radfahren spürte er ein leichtes Ziehen. „Es ist irgendwie bitter. Ich hatte eigentlich einen wirklich guten Tag.“

Vor seiner Aufgabe hatte der 40-Jährige das Feld angeführt. Angefeuert von Zehntausenden am Rande des Main-Donau-Kanals stieg Frodeno nach 3,86 Kilometern Schwimmen als Erster aus dem Wasser. Auch nach 180,2 Kilometern auf dem Rad lag der Kölner in Führung. Doch auf dem dritten Kilometer des abschließenden Marathons ließ er den zweitplatzierten Dänen Magnus Ditlev passieren.

„Das ist einfach so ein krasses Hin und Her in der Birne“, berichtete Frodeno. Auf einer Skala von eins bis zehn stuft der Routinier die Schmerzen in der Achillessehne mit sechs ein. „Aber in meinem Kopf ist es eine Elf.“ Frodeno konnte Anfang Mai nicht an der WM in St. George im US-Bundesstaat Utah teilnehmen. Ein Riss in der Achillessehne hatte den Deutschen gestoppt.

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