Dienstag, August 9, 2022

Mit Özil an der Seitenlinie

Der Sommer 2018 veränderte die Karriere von Max Meyer grundlegend. Vier Jahre später muss man sagen: nicht zum Besseren. Der Fußballprofi war damals 22 Jahre alt, eine feste Größe beim FC Schalke 04 und hatte sogar schon einige Länderspiele absolviert.

Aus diesen Umständen wollten er und sein Berater Roger Wittmann Kapital schlagen, was ihnen auf Schalke nicht gelang. Es kam zu einem öffentlichen Streit mit Manager Christian Heidel, der fröhlich mit Details der Verhandlungen herausplatzte, schließlich trennten sich die Parteien. Meyer ging und seitdem geht es bergab.

Jüngster Tiefpunkt: Sein aktueller Arbeitgeber Fenerbahçe Istanbul nimmt den Mittelfeldspieler nicht einmal mehr mit ins Trainingslager im österreichischen Graz. Eine solche Maßnahme ist der Hinweis mit einem ganzen Zaun, dass der Spieler nicht mehr erwünscht ist. Meier weiß das.

Schalke ging 2018 nach London zum Crystal Palace, wo er als „deutscher Messi“ vorgestellt wurde und diesem Namen nie gerecht wurde. Für die größten Schlagzeilen sorgte 2020 ein höchst peinliches Video seines Vaters, für das sich der Junior öffentlich entschuldigen musste.

Im Januar 2021 ging Meyer dann zum 1. FC Köln, der sich nicht langfristig an ihn binden wollte. So schnappte sich Fenerbahçe im Sommer einen Zweijahresvertrag, zeigte sich aber so unbeeindruckt, dass Meyer im Winter wieder ausgeliehen wurde. Meyer hat die vergangenen Monate nun in Dänemark verbracht. Zwei Tore in 13 Spielen reichten dem FC Midtjylland aber offenbar nicht, weshalb der Deutsche zurück nach Istanbul reiste.

Dort darf der heute 26-Jährige nun mit einem ehemaligen Teamkollegen aus der deutschen Nationalmannschaft eine Trainingsgruppe eröffnen. Mesut Özil, ausgestattet mit einem Vertrag bis 2024, darf nicht mehr bei den Blau-Gelben spielen und ist auch nicht in Österreich.

Die Reise von Max Meyer soll also weitergehen. Sein Marktwert, einst 20 Millionen Euro, wird von transfermarkt.de auf 500.000 Euro geschätzt.

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