Dienstag, Oktober 4, 2022

Nach der Blamage in Augsburg macht Salihamidzic eine harte Ansage

DDie Verzweiflung war groß. So groß, dass Manuel Neuer mit einer Ecke nach vorne ging. Der Torhüter des FC Bayern setzte sich im Augsburger Strafraum im Zweikampf durch und kam sogar an den Ball. Neuer köpfte den Ball auf das Augsburger Tor, nur eine Glanzparade von Rafal Gikiewicz verhinderte Neuers erstes Tor in der Bundesliga. Der Pole, der ein überragendes Spiel gezeigt hatte, sicherte seinem Team einen 1:0-Sieg und stürzte die Bayern in der Bundesliga in eine Krise.

Nach zuvor drei Unentschieden verlor die Mannschaft von Julian Nagelsmann erstmals in dieser Saison ein Spiel. Nach vier sieglosen Spielen in Folge haben die Bayern nach sieben Spielen nur noch zwölf Punkte. Es ist die schwächste Zwischenbilanz seit zwölf Jahren (der BVB wurde 2010/11 Meister) – und natürlich viel zu wenig für die Ansprüche der Mannschaft voller Superstars. Die Bayern haben noch nicht einmal die Hälfte aller Bundesligaspiele gewonnen (drei von sieben).

„Nach vier Spielen ohne Sieg sind wir fassungslos und am Boden zerstört. Ich kann nach einem 0:1-Unentschieden nicht allzu viel Positives sagen. Das ist wie das Wetter jetzt, es wird immer dunkler“, sagte Thomas Müller. Die Bayern erwischten den schwächsten Saisonstart seit zwölf Jahren, zuletzt gab es 2001 unter Ottmar vier Spiele in der Bundesliga ohne Sieg Hitzfeld.

„Wir haben in der Bundesliga seit vier Spielen nicht gewonnen, da mache ich mir ein bisschen Sorgen. So wie wir heute gespielt haben, kann man in der Bundesliga nicht gewinnen“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic die richtige Gier: „Wir haben brutale Probleme gegen Mannschaften, die körperlich gegen uns spielen. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, jetzt brauchen wir Siege.“

Nagelsmann war nach der Niederlage sichtlich angepisst und versuchte bei „Sky“ die richtigen Worte zu finden: „Wir spielen vorne sehr laissez faire. Wir spielen den Ball oft sehr, sehr schlampig. Wenn wir zugeben, verteidigen wir einfach überhaupt nicht. Das reicht für unsere Anforderungen nicht aus. Es ist nicht so einfach, Worte zu finden.“ Mit Blick auf die bevorstehende Länderspielpause sagte er: „Ich werde darüber nachdenken und dann sehen wir, wie es läuft.“

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht seinem Ex-Klub unruhige Tage bevor. „Das ist nicht Bayern-like, es wird Schlagzeilen geben, es wird auch Diskussionen im Verein geben“, sagte Matthäus bei Sky: „Es gab vorher Unruhen, es wird sich nicht beruhigen.“ Bundesliga weit abgeschlagen“, ergänzte der 61-Jährige.

Natürlich war die Stimmung auf der anderen Seite viel besser. Vor allem mit Matchwinner Gikiewicz: „Wir haben das Spiel genossen, wir hatten nichts zu verlieren. Bayern hat brutal gute Spieler. Aber wir spielen elf gegen elf. Gegen Bayern gewinnt man nur, wenn man Risiken eingeht.“

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