Donnerstag, Januar 20, 2022

Nach einer schwachen ersten Halbzeit gewinnt das DHB-Team das erste EM-Spiel gegen Weißrussland

Beginn des Sieges der deutschen Mannschaft bei der Handball-Europameisterschaft. Der Auftakt des Turniers gelang gegen Weißrussland. Das nächste Spiel gegen Österreich findet am Sonntag statt.

Die neu formierten deutschen Handballer sind mit einem hart erarbeiteten Erfolg zur Europameisterschaft aufgebrochen. Die junge Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason gewann am Freitagabend nach erheblichen Anfangsschwierigkeiten im Auftaktspiel gegen Weißrussland mit 33:29 (17:18). Die besten Torschützen der deutschen Mannschaft waren Kai Häfner und Marcel Schiller mit jeweils acht Treffern. Vor dem zweiten Vorrundenspiel am Sonntag (18.00 Uhr/ARD) gegen Österreich ist die DHB-Auswahl dank eines gelungenen Starts auf Kurs für die Hauptrunde.

Doch zunächst lief vor 1291 Zuschauern in Bratislava fast nichts wie geplant. Anstatt den erfahrenen Andreas Wolff zu holen, stellte Gislason zunächst Turnier-Neuzugang Till Klimpke ins Tor, was sich überhaupt nicht auszahlte. Der 23-Jährige von der HSG Wetzlar hielt den Ball in der Anfangsphase nicht, ein weiterer Grund, warum die DHB-Elf nach einer 2:1-Führung in der elften Minute plötzlich mit 2:7 in Rückstand geriet. Und Gislason reagierte schnell: Wolff kam früher als erwartet zum Rekord, auch der schwache Sebastian Heymann musste beim Start aufgeben.

Schon jetzt stand fest, dass einige Neuzugänge im deutschen Kader ihr erstes EM-Spiel bestreiten würden. Was sie im Notfall tun würden, zeigte sich erst am Boden. Erst nach den teils sehr nervösen Anfangsminuten erhob sich Gislasons aufgebrachtes Team. Mit den Europameistern von 2016 Wolff und Julius Kühn hat die DHB-Auswahl an Stabilität und Erfahrung gewonnen. Ergebnis: Nach 21 Minuten lagen sie 11:10 in Führung, doch zur Pause lagen die geschnappten Weißrussen wieder in Führung. Das Spiel blieb zunächst eine Achterbahnfahrt.

„Wir müssen in der Abwehr viel kompakter werden, aggressiver“, sagte Teammanager Oliver Roggisch zur Halbzeit der ARD. „Mehr Hilfe, die muss jetzt kommen. Die Torhüter werden jetzt auch kommen.“ Immerhin hat sich Routinier Wolff etwas gesteigert, aber auch der 30-Jährige hatte nicht seinen besten Tag. Trotzdem war die DHB-Auswahl besser. Das lag zum einen daran, dass das gefürchtete Rotationsspiel der Weißrussen gegen ihren Weltklassespieler Artsem Karalek nicht so gut funktionierte wie in der ersten Halbzeit. Auf der anderen Seite nutzte das deutsche Team seine Chancen nun konsequenter.

Zumindest am Anfang. Denn obwohl auch die Weißrussen immer mehr an Kondition verloren, konnte sich Gislasons Team zunächst nicht nennenswert entziehen. Wie gewohnt trottete der Isländer am Seitenrand entlang, drückte mal lautstark seinen Frust aus, mal kaute er nervös an den Fingernägeln. Auch erfahrenere Spieler wie Timo Kastening konnten ihre Anspannung nicht loswerden und verpassten schließlich einige der besten Gelegenheiten. Deshalb fand der Trainer erst am Ende des Spiels so richtig Ruhe. Dann setzte sich die DHB-Auswahl durch. Und am Ende war die Grundlage für den angestrebten Einzug in die Hauptrunde hochverdient.

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