Dienstag, August 9, 2022

Schalke kämpft mit dem teuren Erbe

Die Mannschaft des FC Schalke 04 nimmt Form an. Der Bundesliga-Rückkehrer geht angeblich ungewöhnliche Wege. Die Zugänge, die die Königsblauen bereits vorgenommen haben und noch vornehmen wollen, sollen vor allem zwei Kriterien erfüllen: Sie müssen erfahren genug sein, um bei der Mission Klassenerhalt sofort mithelfen zu können – gleichzeitig aber in das knappe Budget passen .

Ein Paradebeispiel ist das jüngste Engagement. Maya Yoshida, die Kapitänin der japanischen Nationalmannschaft, ist mit ihren 33 Jahren alles andere als eine Perspektive. Aber dank der 119 Länderspiele und 154 Premier-League-Einsätze, die die Innenverteidigerin zwischen 2010 und 2012 für den FC Southampton absolvierte, ist Sportdirektor Rouven Schröder glaubt, dass er in der Lage ist, eine Führungspersönlichkeit zu werden.

„Er hat fußballerisch, körperlich und charakterlich alles, was er braucht, um in unserer Mannschaft eine wichtige Rolle zu spielen“, sagte Schröder über den designierten Abwehrchef. In dieses Schema passt auch Stürmer-Urgestein Sebastian Polter (31), der vom VfL Bochum kam.

Schröder ist dabei, den Kader für die 1. Liga, der nach dem Abstieg vor einem Jahr fast komplett neu zusammengestellt wurde, wettkampftauglich zu machen. Keine leichte Aufgabe. Obwohl das Gehaltsbudget für das Team um 50 Prozent von 20 auf 40 Millionen Euro erhöht wird, lauern noch Gefahren in der Planung.

Grund sind Gutverdiener wie Amine Harit und Ozan Kabak. Schröder muss Spieler verkaufen, um weitere Verpflichtungen realisieren zu können. In der vergangenen Saison gelang es ihm, das teure Duo auszuleihen. Nun könnte es passieren, dass Harit und Kabak zu Schalke zurückkehren. „Wir sehen im Austausch“, sagte Schröder.

Es gibt teure Altlasten, mit denen sich Schröder auseinandersetzen muss. Harit, der in der vergangenen Saison an Olympique Marseille ausgeliehen war, und Kabak, der bei Norwich City spielte, sollen nach Möglichkeit verkauft werden, um eine Ablöse einzubringen. Schalke hofft insgeheim auf rund acht Millionen Euro pro Spieler.

Marseille möchte Harit unbedingt dauerhaft verpflichten, aber die Gespräche sind aufgrund des dortigen Trainerwechsels ins Stocken geraten. Ähnlich verhält es sich im Fall Kabak: OGC Nizza hatte eine vorläufige Einschätzung vorgenommen, dort gab es aber auch einen Trainerwechsel.

Schalke konnte einen Schlussstrich unter das Kapitel Hamza Mendyl ziehen. Der marokkanische Nationalspieler, der sich auf Schalke nie durchsetzen konnte, wechselt dauerhaft zum belgischen Erstligisten OH Löwen.

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