Freitag, August 19, 2022

Tiger Woods lehnt 700 Millionen Dollar aus Saudi-Arabien ab

GOlf-Star Phil Mickelson hat zusammen mit zehn anderen Profispielern eine Klage gegen die Suspendierung der PGA Tour eingereicht. Die elf Golfer hatten sich der von Saudi-Arabien gesponserten LIV-Turnierserie angeschlossen und wurden anschließend von der PGA Tour gesperrt.

Die Klage wurde am Mittwoch beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien eingereicht. „Das Verhalten der Tour dient ausschließlich dem Zweck, Spielern zu schaden und das Auftreten der ersten signifikanten Wettbewerbsbedrohung zu verhindern, der die Tour seit Jahrzehnten ausgesetzt war“, heißt es in der Klageschrift.

Talor Gooch, Hudson Swafford und Matt Jones haben ebenfalls beim Gericht eine einstweilige Verfügung beantragt, um in den Playoffs des FedEx Cup der PGA Tour zu bleiben. Das Trio qualifizierte sich für die Playoffs, bevor es der LIV-Serie beitrat. Infolgedessen hat die PGA sie vom Turnier nächste Woche ausgeschlossen.

Die PGA Tour begründete die Sperren mit Verweis auf die Satzung. Danach dürfen Profis ohne Genehmigung nicht mehr an anderen Veranstaltungen als PGA-Turnieren teilnehmen. Die LIV-Turnierserie lockt Spieler mit hohen Eintrittsgeldern und Rekordpreisgeldern an. Laut mehreren englischen Medienberichten soll Mickelson allein für seinen Wechsel eine Prämie von 200 Millionen Dollar erhalten haben. Superstar Tiger Woods lehnte ein Angebot zwischen 700 und 800 Millionen Dollar ab.

Zuletzt wurde der europäische Ryder-Cup-Kapitän Henrik Stenson von seinem Posten entbunden, weil er zur LIV-Tour gewechselt war. Es hat sich finanziell gelohnt. Der Schwede gewann gleich zum Auftakt und kassierte dafür fast fünf Millionen Dollar. Anstelle von Stenson wird der Engländer Luke Donald das europäische Team führen.

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman will mit der Serie und den prominenten Namen das Image des wegen Menschenrechtsverletzungen umstrittenen Landes aufbessern. Die US-Geheimdienste halten ihn für den Drahtzieher des Attentats auf den Journalisten und Regierungskritiker Jamal Khashoggi im Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul.

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