Freitag, August 12, 2022

„Tolle Arbeit, Liebling“, funkte Corinna Schumacher an Mick

NNach dem Qualifying trat Ernüchterung ein. Noch einmal. Mick Schumacher musste beim Großen Preis von Großbritannien vom vorletzten Platz starten. Vieles deutete darauf hin, dass der 23-Jährige in Silverstone in seinem Haas erneut hinterherfahren und im letzten Drittel des Feldes kämpfen würde.

Doch dann fuhr Schumacher ein grandioses Rennen, überholte Fahrer um Fahrer und überquerte als Achter die Ziellinie. Der Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher landete erstmals in den Top Ten. Im 31. Rennen seiner jungen Formel-1-Karriere sammelte er seine ersten Punkte.

„Es hat lange genug gedauert. Es fühlt sich einfach schön an. Mit so einem Rennen Punkte zu sammeln, ist natürlich etwas Besonderes“, sagte Schumacher. Seine Mutter Corinna und Schwester Gina warteten im Ziel auf ihn. Corinna berichtete bereits über Funk: „Micki , ich bin mega stolz auf dich. Gut gemacht, Liebling“, sagte Corinna. Seine Schwester überraschte ihn mit einer Sektdusche und schrieb auf Instagram: „Für mich ist er der Gewinner.“

Schumacher könnte sich mit dem Erfolg von Ferrari-Pilot Carlos Sainz wirklich als Sieger fühlen. Er machte Platz um Platz gut und lieferte sich am Ende des Rennens sogar ein packendes Duell mit Weltmeister Max Verstappen um Platz sieben.

„Es ist gut für Mick. Wir konnten fast nicht glauben, was da passiert ist. Hoffentlich geht jetzt ein Teil des Drucks weg und er kann freier fahren“, sagte Haas-Rennleiter Günther Steiner. In den ersten Monaten dieser Saison hatte er seinen Fahrer öffentlich wegen etlicher Unfälle und Fahrfehler angeklagt.

„Ich habe ihm gesagt: Bleib ruhig, mach weiter und mach dir keine Sorgen um die da draußen“, sagte Steiner. Für das klamme Haas-Team sei Schumachers Erfolg „ein Knoten geplatzt“, sagte der 57-Jährige. Nun dürften die Erwartungen an Schumacher nicht zu hoch sein. „Man sollte nicht denken, dass er immer punkten muss“, sagte Steiner.

Die ersten Punkte nach 31 Rennen dürften Schumachers Aussichten auch für die kommende Saison verbessern. Weil der Deutsche noch keinen Vertrag für das nächste Jahr hat, verschafft ihm das Zählbare eine bessere Verhandlungsposition.

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