Dienstag, August 9, 2022

Zum Debüt beim BVB – Süles verbaler Tipp an den FC Bayern

FFünf Jahre spielte er in München, bevor er seinen Vertrag beim FC Bayern am 30. Juni auslaufen ließ und zum BVB, dem großen Rivalen des Rekordmeisters, wechselte. Niklas Süle, 26, gehört seit drei Tagen zum Kader der Dortmunder. Ein Kader, der nicht nur von ihm, dem deutschen Nationalspieler, erweitert und neu besetzt wurde.

Jetzt, wo Süle aus Dortmund kommt, hat ihn sein Arbeitgeber ins Rampenlicht gerückt. Bilder von Süle im schwarz-gelben BVB-Trikot machten die Runde, und es wurde bereits kommuniziert, dass er die Rückennummer „4“ erhält – es wurden auch Interviews geführt. Sie können einen auf dem YouTube-Kanal des Clubs sehen und einen in der Mitgliederzeitschrift lesen.

„Ich möchte dazu beitragen, einen wichtigen Beitrag zu leisten, damit wir eine gute Saison spielen und möglichst viel Erfolg haben“, sagte Süle, der ablösefrei kam. Der fünfmalige Meister, Champions-League-Sieger und Klub-Weltmeister sieht großes Potenzial in Dortmund, insbesondere nach den bereits erfolgten Transfers von Nico Schlotterbeck (SC Freiburg), Karim Adeyemi (RB Salzburg) oder der Verpflichtung von Sébastien Haller (Ajax Amsterdam). Er „glaubt, dass der BVB dort richtig gute Transfers gemacht hat“, sagte Süle, der auch wieder auf Mats Hummels trifft. Mit dem BVB-Star und Weltmeister von 2014 bildete Süle beim FC Bayern einst ein Erfolgsteam in der Abwehr.

Niklas Süle hat die WM noch nicht in den Mund genommen. Allerdings gehe er davon aus, dass der BVB immer mit „wenigen Prozent“ Vorsprung in Spiele mit den Fans im eigenen Stadion gehe. Wichtigster Baustein für den Erfolg ist laut Süle der Teamgeist. „Wir haben sowieso fußballerische Qualität. Wenn wir es schaffen, eine eingeschworene Truppe zu sein, können wir eine gute Rolle spielen“, sagte er. Borussia Dortmund, das am vergangenen Mittwoch unter dem neuen Trainer Edin Terzic ins Training einstieg, war zuletzt 2012 Meister, danach gewann nur noch der FC Bayern Titel.

Beeindruckt ist Süle unter anderem von der Heimspielstätte des BVB. „Es gibt kein emotionaleres Stadion auf der ganzen Welt. Ich kann es kaum erwarten, Teil dieses Vereins zu sein“, erklärte der Innenverteidiger schließlich in dem sehr ausführlichen Interview im BVB-Mitgliedermagazin. Er brennt darauf, nach fünf Jahren beim FC Bayern München wieder in Dortmund durchzustarten.

Süle sieht den Wechsel nicht als sportlichen Rückschritt, vielmehr deutete er nun an, dass ihm beim FCB teilweise die Wertschätzung fehlte: „In meiner Karriere wurde ich trotz aller sportlichen Erfolge nicht immer so respektiert, wie ich es meiner Meinung nach verdiene. In den Gesprächen mit dem BVB wurde mir dieser Respekt sofort und sehr glaubwürdig entgegengebracht.“ Es gehe, so Süle, darum zu wissen, „wie ich ticke, was ich einer Mannschaft geben kann, mit meiner Qualität als Fußballer und darüber hinaus als Mensch. Das hat mich sehr gefreut und mir Mut gemacht.“

Süle mache sich „viele Gedanken“ über seinen nächsten Schritt. Beim BVB sei ihm in den Interviews gesagt worden, dass „sie erwarten, dass ich nicht zum elften Mal in Folge gegen die Bayern gewinne, sondern zum sechsten Mal, diesmal mit dem BVB. Das reizt mich ungemein.“

Der gebürtige Frankfurter wehrte sich auch vehement gegen die Vorwürfe, Süle pflege keinen gesunden Lebensstil und sei nicht der fleißigste: „Wenn ich faul gewesen wäre, hätte ich nach einer so schweren Verletzung nie das Champions-League-Finale erreicht“, sagte er sagte der Kreuzbandriss 2019: „Die Leute, die das in die Welt setzen, sehen immer nur Niklas Süle, der ehrlich zugibt, dass er gerne einen Burger mag oder ein Bier trinkt. Ja und? Glaubst du, andere Profis machen das nicht? Sie reden einfach nicht darüber.“

Der 40-malige Nationalspieler, der beim BVB einen Vertrag bis 2026 unterschrieben hat, hat trotz seines relativ jungen Alters schon „viel auf dem Buckel, vom Abstieg bis zum Champions-League-Finale. Ich weiß, was ich kann und wo ich mich noch verbessern kann. Aber ich lasse mir weder Willenslosigkeit noch Faulheit vorwerfen.“

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