Dienstag, August 16, 2022

Neue Technik zur Befreiung des 1.300 Jahre alten „Eisprinzen“

Es wird angenommen, dass der „Eisprinz“ von hoher Geburt war, da Experten neben anderen wichtigen Artefakten auch ein Schwert und eine Scheide geborgen haben.

Experten haben eine neue Technik verwendet, um die 1.300 Jahre alten Überreste eines Kindes mit dem Spitznamen „Eisprinz“ aufzutauen, nachdem sie mit Stickstoff eingefroren wurden, um sie zu konservieren.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege [BLFD]) hat im Oktober 2021 das Grab von Tussenhausen im Südosten Deutschlands geborgen.

Das BLFD sagte in einer am Mittwoch erhaltenen Erklärung, dass „die Eishülle das außergewöhnlich gut erhaltene Grab während des Transports zur archäologischen Restaurierungswerkstatt schützte“.

Anschließend untersuchten sie den seltenen Fund und sagten: „Der sogenannte kleine ‚Eisprinz‘ fängt an zu schwitzen.

„Genauer gesagt: BLFD-Restauratoren haben es unter anderem mit einer Heißluftpistole und einem Lötkolben aufgetaut.“

Der BLFD erklärte: „Sie tauen seit dieser Woche das gefrorene Kindergrab aus dem 7. Jahrhundert kontrolliert auf, damit es untersucht werden kann.

„Archäologen haben im vergangenen Oktober den Boden der Grabkammer ausgegraben, einschließlich der aufwendig beigesetzten Überreste des Jungen.“

Sie sagten, die Überreste des Kindes seien in außergewöhnlich gutem Zustand entdeckt worden. „Das Besondere: Die Steinkammer war offensichtlich so dicht, dass anders als sonst kein Sediment eingedrungen war. Dadurch sind die Funde für ein Grab dieser Zeit in einem außergewöhnlich guten Zustand.

Anschließend froren sie den Fund mit Stickstoff ein, um ihn zu konservieren.

„Um sie beim Transport von der Fundstelle im bayerischen Tussenhausen zum Depot in Bamberg zu schützen, hat ein Team des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege den Kammerinhalt Schicht für Schicht mit Wasser befeuchtet, stabilisiert und eingefroren mit flüssigem Stickstoff.“

„Die Denkmalpfleger des Landesamtes haben diese Methode speziell für diesen Fall entwickelt“, so Experten.

Mathias Pfeil, Chefkurator und Leiter des BLFD, sagte: „Der geborgene Block mit dem Skelett des Kindes wurde mehrere Monate in einem Gefrierschrank gelagert. Ab sofort ist der Spitzname unseres kleinen Eisprinzen bald obsolet.

„Sein schützender Eispanzer wird durch gezieltes Erhitzen sorgfältig und sequenziell abgebaut. Unser Restaurierungsteam hat sich auf diesen Vorgang akribisch vorbereitet.“

Weiter heißt es beim BLFD: „Zum Auftauen wird der geborgene, mehrere Monate eingefrorene und rund 800 Kilogramm schwere Block aus der Gefrierzelle in einen speziell hergerichteten Raum gebracht, dessen Luftfeuchtigkeit kontrolliert und je nach Zustand angepasst werden kann der Erhaltung des Blocks.“

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