Donnerstag, Mai 26, 2022

Bayer profitiert von Monsanto


Dank der hohen Nachfrage im Agrargeschäft ist Bayer mit einem Milliardengewinn ins Jahr gestartet. Der Ukrainekrieg hat kaum Spuren hinterlassen.

Bisher hatte vor allem die Integration von Monsanto Bayer Sorgen bereitet. Im ersten Quartal wirkte sich jedoch die Stärkung des Pflanzenschutzgeschäfts sehr positiv auf die Bilanz des Leverkusener Konzerns aus.

Dank hoher Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln und Preiserhöhungen steigerte Bayer den Umsatz um 18,7 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg im ersten Quartal um 27,5 Prozent auf 5,25 Milliarden Euro. Unter dem Strich stieg der Gewinn um mehr als 57 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro.

Es zeige sich, „dass wir trotz aller Unsicherheiten in der Welt sehr erfolgreich ins Jahr gestartet sind“, sagte Vorstandsvorsitzender Werner Baumann. „Gerade im Agrargeschäft sehen wir ein deutlich positiveres Marktumfeld als in den Vorjahren.“ Das Agrargeschäft wurde insbesondere durch die Nachfrage nach Unkrautbekämpfungsmitteln und Wirkstoffen gegen Pilze beflügelt.

Aber auch bei rezeptfreien Gesundheitsprodukten, insbesondere bei Allergie- und Erkältungsmitteln, verzeichnete der DAX-Konzern nach einem pandemiebedingt schwächeren Quartal im Vorjahr deutliche Zuwächse. Demgegenüber ging das Ergebnis im Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln aufgrund gestiegener Aufwendungen für die Vermarktung und den Verkauf neuer Produkte sowie höherer Forschungskosten zurück.

Der Krieg in der Ukraine hingegen hatte keine negativen Auswirkungen. Auf Russland und die Ukraine entfallen nur rund drei Prozent des Konzernumsatzes. Bayer hat alle nicht wesentlichen Geschäfte in Russland und Weißrussland geschlossen und Investitionen gestoppt. Das Unternehmen liefert jedoch weiterhin seine Produkte wie Medikamente und Saatgut dorthin.

Baumann bekräftigt die Prognose für das Gesamtjahr: „Trotz der hohen Unsicherheit blicken wir zuversichtlich auf den weiteren Jahresverlauf, auch was die Stabilität der Lieferketten und der Energieversorgung betrifft.“ Er rechnet weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von rund fünf Prozent auf rund 46 Milliarden Euro und einem bereinigten Ergebnis von rund zwölf Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr machte Bayer 44 Milliarden Euro Umsatz und machte 11,18 Milliarden Gewinn.

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