Sonntag, Januar 16, 2022

Das Leid der Kinobetreiber geht weiter


Auch im zweiten Corona-Jahr blieben viele Kinos leer: Deutsche Kinos mussten 2021 herbe Einbußen hinnehmen. Kapazitätsbeschränkungen und regionale Schließungen machen der Branche zu schaffen.

Kinos leiden trotz Impfungen, Tests und 2G oder gar 2G-Plus unter Besuchermangel. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Kinos mit 40,4 Millionen Eintrittskarten ein Besucherplus von 18 Prozent gegenüber 2020, wie der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF Kino) und der Verband der Filmverleiher (VdF) heute mitteilten. Gegenüber dem letzten regulären Vergleichsjahr 2019 mussten sie einen Rückgang von 63 Prozent hinnehmen.

Nach Angaben der Verbände haben die komplette Schließung der Kinos im Frühjahrs-Lockdown und die Verschärfung der Pandemie-Regeln auf 2G bzw. 2G-Plus ihre Spuren hinterlassen. Zwar sorgte die Öffnung der Kinos im Sommer für etwas Entspannung, der Besucherrückgang ist jedoch deutlich.

„Leider wurden die Kinos nach der guten Wiedereröffnung am 1. Juli in der zweiten Jahreshälfte vielerorts wieder heruntergefahren“, sagt Christine Berg, Geschäftsführerin des HDF Kinos. Vor allem der neue James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ zog viele Zuschauer an. Inzwischen hätten ihn rund sechs Millionen Menschen im Kino gesehen, hieß es. Rund drei Millionen Menschen haben den neuen Spider-Man-Film „No Way Home“ bisher gesehen.

Die Verbände weisen zudem darauf hin, dass in den sechs Monaten, in denen 2021 deutschlandweit die Kinos wieder geöffnet waren, allein acht Filme die Millionen-Besucher-Marke knackten, darunter zwei deutsche Filme mit „Die Schule der Zauberen Tiere“ und „Kaiserschmarrndrama“.

„Viele Newcomer konnten daher nur sehr unzureichend bewertet werden, was sich daran zeigt, dass die acht millionenschweren Besucher 44 Prozent des gesamten Jahreskartenumsatzes ausmachten“, sagt Berg.

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