Dienstag, Mai 17, 2022

Ex-Manager von Elon Musks SpaceX wechselt zum Bremer Raumfahrtunternehmen


DTesla-Chef und SpaceX-Gründer Elon Musk hat dem Deutschen für seine Raumfahrtpläne viel zu verdanken: Ingenieur Hans Königsmann war technischer Mitarbeiter Nummer vier, als Musk vor 20 Jahren sein Raumfahrtunternehmen SpaceX gründete. Heute gilt der US-Konzern als Schrittmacher der Branche. Und Königsmann stieg dort zum Vizepräsidenten und Chefingenieur auf.

Der 1963 geborene promovierte Ingenieur hat sich Anfang 2021 bei SpaceX zurückgezogen und strebt nun eine neue Aufgabe an. Königsmann soll nach hier Neuigkeit AM SONNTAG-Informationen in den Aufsichtsrat des großen deutschen Raumfahrtunternehmens OHB in Bremen aufrücken.

Eigens dafür soll das Kontrollgremium auf fünf Personen erweitert werden. Die Mitgliederversammlung am 1. Juni muss der Wahl Königsmanns zustimmen, was als Formsache gilt.

OHB verweist auf die „herausragende Expertise“ des Ingenieurs, der die Entwicklung von SpaceX zusammen mit Musk von den kleinsten Anfängen an begleitet habe. Er war von den ersten Misserfolgen der Falcon 1-Rakete bis zu den Erfolgen der Falcon 9-Modelle, der Dragon-Kapsel für den Fracht- und Personentransport und dem Starlink-Satellitennetzwerk dabei.

Koenigsmann genießt in der Branche hohes Ansehen, auch wenn er gelegentlich Ausfälle zu verzeichnen hatte. 2014 wurde er von der US-Bundesbehörde Nasa für seine Verdienste geehrt. Er verteidigte Musks Philosophie, durch radikal neue Ideen wie wiederverwendbare Raketenstufen letztlich Innovationen zu schaffen und Risiken einzugehen.

Zwischen dem ehemaligen SpaceX-Manager und OHB bestehen langjährige Beziehungen. Im Rahmen seiner Promotion arbeitete er an der Universität Bremen am Kleinsatelliten Bremsat, der in enger Zusammenarbeit mit dem deutschen Raumfahrtunternehmen entwickelt wurde. Immer wieder soll es Kontakte zwischen der Familie Fuchs als Großaktionärin von OHB und dem später in Kalifornien lebenden Königsmann gegeben haben.

Wie SpaceX strebt auch OHB mit einem Umsatz von 917 Mio. Euro im Jahr 2021 eine breitere Aufstellung an, von Satelliten für verschiedene Missionen inklusive Serviceleistungen bis hin zum Bau zunächst kleiner Raketen mit der Firma Rocket Factory Augsburg.

Für Königsmann wäre OHB nicht das erste Engagement in Deutschland. Seit Oktober 2021 ist er zudem Mitglied des Aufsichtsrats von Mynaric, einem börsennotierten Start-up für Datenübertragungstechnologie im Weltraum und zur Erde mittels Laserstrahlen. Bulent Altan, ein weiterer langjähriger ehemaliger SpaceX-Mitarbeiter, steht seit Mitte 2020 an der Spitze von Mynaric.

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