Sonntag, Januar 16, 2022

Stromio, Grünwelt und Gas.de Behörden zielen offenbar auf Stromversorger ab Die Energiediscounter Stromio, Grünwelt und Gas.de haben mehreren Kunden die Verträge gekündigt. Einem Bericht zufolge erhebt die Bundesnetzagentur nun schwere Vorwürfe gegen den Eigentümer.

Die Energiediscounter Stromio, Grünwelt und Gas.de haben die Verträge mehrerer Kunden gekündigt. Einem Bericht zufolge erhebt die Bundesnetzagentur nun schwere Vorwürfe gegen den Eigentümer.

Nach dem Lieferstopp und der Kündigung Hunderttausender Strom- und Gaskunden durch die Energiediscounter Stromio, Grünwelt und Gas.de geriet ihr Geschäftsführer laut einem Bericht des „Spiegel“ ins Visier der Behörden.

Wie das Nachrichtenmagazin am Freitag berichtete, geht die Bundesnetzagentur dem Verdacht nach, dass Unternehmen des mutmaßlichen Eigentümers Ömer V. Gas und Strom lieber gewinnbringend an Großhändler verkaufen, anstatt ihre eigenen Endkunden zu beliefern.

Infolgedessen wurde dieser Verdacht von Marktteilnehmern geäußert. Dem Bericht zufolge wird der Eigentümer des Lieferanten, die Callax Holding GmbH, derzeit nach dem Geldwäschegesetz geprüft. Zwischen 2014 und 2019 soll die Holdinggesellschaft mehr als 300 Millionen Euro Gewinn gemacht haben. Dem Bericht zufolge gibt es jedoch Zweifel an den Eigentumsverhältnissen.

Ende Dezember stellte unter anderem der Stromversorger Stromio mit den Marken Stromio und Grünwelt Energie die Lieferung ohne Vorwarnung ein. Stromio sei „seit mehreren Wochen mit einer beispiellosen Preisexplosion an europäischen Energiehandelsplätzen konfrontiert“, erklärte das Unternehmen damals auf seiner Website. Das Unternehmen hatte mit „billigem Strom“ geworben.

Der Berufsverband BDEW hatte das Vorgehen scharf kritisiert und von einem „gravierenden Regulierungsvakuum“ gesprochen. Er forderte ein Eingreifen der Regierung. Billiganbieter würden Gewinne auf Kosten der Kunden ausbeuten, sagte er.

Energiediscounter kaufen Strom häufig an Spotmärkten ein, wo er kurzfristig gehandelt wird. Allerdings steigen die Energiepreise seit Monaten dramatisch an. Für Unternehmen ist dies eine Herausforderung, da sie langfristige Verträge mit Kunden haben, die Festpreise beinhalten.

Mehrkosten können Sie nicht an Kunden weitergeben. Die Lieferung wurde oft unrentabel, weshalb Lieferanten Verträge kündigten oder Insolvenz anmelden mussten.

Kunden rutschen in einem solchen Fall automatisch in das Ersatzangebot, dh sie werden zunächst von den Lieferanten beliefert, die in einer Region die meisten Kunden haben. Allerdings kritisieren Verbraucherschützer die Grundversorger scharf, weil die Tarife für Neukunden teilweise fünfmal so hoch sind wie für Bestandskunden. Lies hier mehr zum Streit.

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